| Özet | Der Beitrag gibt einen Überblick zum Stand und zu den Kontroversen der erziehungswissenschaftlich orientierten Mehrsprachigkeitsforschung. Ausgangspunkt ist ein forschungsgeschichtlicher Rückblick, der die Entwicklung der Mehrsprachigkeitsforschung, die an Folgen der (migrationsbedingten) Mehrsprachigkeit für Sozialisation, Erziehung und Bildung interessiert ist, nachzeichnet. Der Forschungsstand wird in vier Gegenstandsfeldern dargelegt: Datengrundlagen für Mehrsprachigkeitsforschung; mehrsprachige Entwicklung des Individuums; Rolle der Herkunftssprachen im Bildungssystem; Förderung von Mehrsprachigkeit. Es zeigt sich, dass in den letzten Jahren einige produktive Entwicklungen angestoßen wurden, um die Koexistenz mehrerer Sprachen beim Individuum, in der Gesellschaft und in Bildungsinstitution zu untersuchen. Deutlich wird aber auch, dass alte Kontroversen zum Nutzen des Lernens in der Herkunftssprache Bestand haben. Der Beitrag schließt mit Überlegungen zu künftigen Forschungsaufgaben. |